Freitag, 21. August 2015

Termin: 4.9.2015 - 16:00 bis 22:00 - BücherboXX mit eigenem Stand auf dem Inselfest am Mierendorffplatz

Liebe BücherboXXerInnen,

das BücherboXX-Projekt wird am 4.9.2015, von 16:00 - 22:00 Uhr, zum 9ten Inselfest am Mierendorffplatz - also quasi an ihrem Stammsitz - mit einem eigenen, richtig großen Marktstand vertreten sein. Etwa 40 Marktstände aus verschiedenen Richtungen wird es geben.

Auch für Speis und Trank ist gesorgt.

Die KümmererInnen sind entsprechend informiert und gebeten den Stand mit zu betreuen, Auskunft zu geben, Bücher vorzustellen, Ideen entgegen zu nehmen und neue zu verteilen.

Wir freuen uns, das BücherboXX - Projekt auf diese Weise einem größeren und interessierten Publikum im Kiez in angenehmem Ambiente, zusammen mit seinem Initiator, Herrn Konrad Kutt, präsentieren zu können.

Im Terminkalender vormerken.

Freitag nachmittags!


Freitag, 14. August 2015

Ja, ist die BücherBoXX denn gar ein Wespennest?

Liebe BoXXerInnen,

es war die Tage wieder mal soweit. Zufällig war ein anderer Kümmerer bereits anwesend, der nahezu täglich bei der BücherboXX vorbeischaut, um sein gemeinnütziges, unentgeltliches Ehrenengagement zu vollbringen. Danke! Der Weg mit seinem Fahrrad führt ihn regelmässig hier vorbei. Dann legt er eine kleine Verschnaufpause ein und waltet seines Amtes. Zu Wissen, dass solcherart Regelmässigkeit Platz gegriffen hat, das hinterlässt ein beruhigendes Gefühl für exisitierenden Gemeinsinn - aus sich heraus motiviert. Entsprechend aufgeräumt sieht es dort aktuell auch aus.

Das beginnt damit, dass es beginnt, dass sich Bücher wieder nur in jeweils einer Reihe befinden, kein Krimskrams mehr auf dem Boden herumliegt und auch sonst "Ordnung" herrscht und das Projekt somit eine hervorragende Visitenkarte, auch für die Stadt Berlin, abgibt.

Doch gestern glaubte ich, daß in der BücherboXX ein Hornissenschwarm Zuflucht gesucht hatte. Ein menschlicher allerdings. Denn mehrfach umsurrte, man kann es bildlicher nicht besser beschreiben, ein Vertreter hiervon, eine deutlich abgemagerte Gestalt mit stierem Blick um die BücherboXX herum und laberte, besser lallte, wiederholt etwas von "Polizei". So richtig der Volltypus des kachektischen Alkies oder/und chronischer Lungenkrankeit ("blue bloater").

Dass es sich hier um einen echten, offenbar akut halluzinierenden, Psychotiker -mit einer sehr extremen motorischen Unruhe- handelte, war offensichtlich. Er machte jede und jeden in seiner Sichtweite an. Mein Zähler für all jene skurilen Gestalten, die um die BücherboXX surren und die man locker dort beobachten kann, hat sich damit erneut um eins erhöht. Es muss wohl etwas mit der gelben Farbe zu tun haben, welche diese Assoziation geweckt hat. Auch Wespen sind ja -zumindest teilweise- gelb markiert.

Nach seinem Ab- bzw. Weiterflug wurde es, zur Entschädigung sozusagen, von der gegenüber liegenden Parkbank aus gesehen, doch deutlich angenehmer. Es fand sich ein spanisch sprechendes Pärchen ein, welches von der BücherboXX offenbar derart entzückt war, dass es davon eine Menge Digitalphotos schiessen musste. Mal die BücherboXX von aussen, mal mit geöffneter Türe, mal mit Lady, mal ohne. - Das kann man übrigens öfter bei "Gästen mit Auslandsbezug" beobachten, nämlich, dass die BücherboXX ein beliebtes Aufnahmemotiv geworden ist. Die Aufnahmen in einschlägigen Portalen, wie Picasa, Flickr, Google Photos, etc. dürften sich daher künftig rasch mehren - und Zeugnis von der Attraktion dieser Idee geben. Nebenbei wandert diese damit auch in nähere und entferntere Nachbarländer. - Gut gemacht!


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Dienstag, 11. August 2015

Die BücherBoXX, sie hat 4 Ecken - und mindestens eben so viele "Eckensteher"

Liebe BoXXerInnen,

„Im Tiergarten, oh wie schaurig,
hing sich der Nante auf.
Im Tiergarten, oh wie traurig,
da endete sein Lebenslauf.
Schendarmen un Polizisten,
mit de Rettungsmedaille jeziert,
und andre jute Christen,
die kamen anmarschiert.
Sie schnitten ihn vom Baume,
er schlug die Oojen auf
und kam aus seinem Traume
und sprach voll Schrecken drauf:
‚Alljütijer, hab Erbarmen,
mein Jott, wat seh ick hier?
Inn Himmel sind ooch Schendarmen?
Nu is et aus mit mir."


Die BücherBoXX, sie hat genau 4 Ecken und, wenn man genau hinschaut, hat sie auch (mindestens) 4 Eckensteher, alles Abbilder bzw. Nachfolger jenes Berliner Originals, welches jedem echten  Altberliner ein Begriff ist.

Der moderne Sprachgebrauch spricht natürlich anders. Soziale Randgruppen, HiloPes (hilflose Personen), Menschen mit geistiger Behinderung. So in etwa wäre der Neusprech. Von Müssiggängern, Tagedieben, Alkies, Junkies, asozialem Pack jedoch spricht oft der Volksmund.

Ich nenne Sie bevorzugt Großstadtpsychos oder Großstadtindianer. Man trifft einige davon in netter Regelmässigkeit im Dunstkreis der BücherBoXX an. - Gäbe es die BoXX nicht, so wären sie ebenso anwesend :) . Zahlreiche Bierflaschenverschlüsse unter der Sitzbank an der BoXX zeugen jederzeit von ihrer Anwesenheit. - So war es bereits im 18ten Jahrhundert in Berlin und so ist es im 21ten ebenso. "Jeändert hat sich - nüscht!" - Nur das aufgepappte Etikett - labeling, nennt man das heute. Eckensteher eben. Oder -sitzer, je nach Promillezustand. 

Mal sitzt einer bei 29 Grad im Schatten im Wintermantel stundenlang auf der Parkbank gegenüber. Mal schleicht einer, dessen Haut ein einziges großes Tattoo darstellt, in gebückter Haltung bei schlechtem Wetter in die BoXX, um sich dort einen "Schuss" zu versetzen. Mal rast einer psychotisch hin und her und zerrt an den armen Büchern herum - dann weiss man: es ist wieder Büchertisch in der Nähe. Mal sitzt einer mit besonders langem, schlohweiss geföhntem Haar eben an einer der vier soeben beschriebenen, literarischen Ecken (in diesem Sinne eher ein Eckensitzer halt) und hält Gespräch entweder mit sich selbst oder dem zufällig flanierenden Sommerpublikum......



Bildquelle: Wikipedia.org
 

Montag, 10. August 2015

Heiliger Antonius! Literaturinteressierter Papagei nahe BücherBoXX gelandet

Liebe BoXXerInnen,

nein, wir wissen es nicht wirklich, ob er nur zum Zwecke des Studiums der allgemeinen Literatur seiner Besitzerin bzw. seinem Besitzer entfolgt, besser: entflogen, ist. Ob er sich, sozusagen, vom Papagei zum Plappergei weiterlesen bzw. weiterbilden wollte.

Jedenfalls wurde dieses, nebenstehend liebevoll nachgezeichnete Prachtexemplar von Papagei - wir wissen auch nicht, ob es nicht vielleicht doch gar ein "Mamagei" ist - am Samstag nachmittag, den 8.August 2015, auf dem  Mierendorffplatz in Berlin-Charlottenburg, Mierendorffinsel, entdeckt und eingefangen.

Der Fahndungsaufruf mit diesem, sehr einfühlsam gezeichneten, Fahndungsplakat war es uns Wert, dieses Ereignis in diesem Blog mit zu veröffentlichen.

Wir wissen nur, dass es am Entfliegetag in Berlin sehr sehr heiss, ja nahezu unerträglich heiss war. Da bleiben schon mal Fenster und Türen offen, um wenigstens ein bischen Luftregung zu verspüren. Wenn Oma oder Opa dann kurz mal unaufmerksam ist, bei der Käfigreinigung - schwupps, und schon ist das wunderschöne Tier entfleucht. Es kann natürlich auch alles völlig anders abgelaufen sein. Wir wissen es nicht.

Das Tier befindet sich jetzt, so das Plakat, in allerbester Obhut. Eine bessere Bleibe hätte das Tier in Berlin übrigens sicher nicht finden können, nämlich in der www.vogelpraxis.de, ganz in der Nähe.

Wie das bei Tieren mit dem Fundrecht so aussieht, das wissen wir auch nicht so Recht. Im Fundsachenregister Berlins unter "Tiere und der PLZ 10589" findet sich derzeit - nichts. Hier geht's zur Recherche im aktuellen Fundsachenbestand Berlins: http://goo.gl/zIm6iE.
Wenn die Besitzerin oder der Besitzer das Tier wieder haben will, empfiehlt sich eine entsprechende Vorsprache.

Ob das süße Plakat auch beim "Fressnapf" in der Nähe zu finden ist, wie man vermuten könnte, ist nicht bekannt. Mal sehen... Der nexte Discounterbesuch steht sicher bald an.... Mineralwasser.... bei Aldi nebenan, nicht beim Napf.

Ergänzend hilft vielleicht ein Stoßgebet zum "Heiligen Antonius", dem volkstümlichen Schutzheiligen aller Looser :)








Inspiration durch Bücherzellen und BücherboXXen: Lesungen


Donnerstag, 6. August 2015

Wohin mit dem Nachlass von Opa und Oma, wenn es zuviel wird?

Liebe BoXXerInnen,

naturgemäß hat jede BücherBoXX nur doch sehr begrenztes Fassungsvermögen, in Litern gemessen.

Deswegen wurde das Motto:

  • Nimm ein Buch
  • Bring ein Buch
  • Lies ein Buch
auch entsprechend gewählt.
Nun gibt es jedoch auch Lagen, in denen mehr anfällt, als der BücherBoXX ebengerade noch zuträglich sein kann. Man sollte sie daher nicht als Entsorgungsort ansehen. Hier hilft uns vielleicht ein Blick in das Netz und: Bingo, man wird fündig bei der Berliner Stadtreinigung. Der Weg von der BücherBoXX am Mierendorffplatz bis dahin ist übrigens gar nicht mal so weit. 450 Meter Fußweg gibt unser aller Freund G. hierfür bekannt:

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Und das Beste kommt jetzt: Es gibt dort KEINE Mengenbegrenzung für Papier und das Ganze ist kostenlos. Donnerstag bietet sich für Berufstätige besonders an :). Also, nix wie hin: https://goo.gl/maps/jxwix.

Recyclinghof Ilsenburger Straße

Ilsenburger Straße 18 - 20
10589 Berlin (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Öffnungszeiten
montags 7:00 - 17:00 Uhr
dienstags 7:00 - 17:00 Uhr
mittwochs 7:00 - 17:00 Uhr
donnerstags 9:30 - 19:30 Uhr
freitags 7:00 - 17:00 Uhr
samstags 7:00 - 15:30 Uhr

Entsorgung und Kosten

  • Recyclinghof: Keine Mengenbegrenzung und entgeltfrei.