Geschichten über öffentliche Leseorte (Strassenbibliotheken) in aller Welt und deren Randbereiche
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Freitag, 7. August 2015
Wege zur BücherBoXX am Mierendorffplatz - live map
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Mittwoch, 5. August 2015
BücherBoXX trifft Patientenbibliothek - Wohin mit all den Büchern?
Liebe BoXXerInnen,
PS: Einrichtungen, welche über diesen Blog stolpern, und Bedarf für sich sehen, schreiben einfach einen Kommentar unter den Artikel. Da der blog moderiert ist, wird die Eingabe nicht öffentlich. danke
über den zu diesem blog gehörenden Twitter-Account erreichte mich am 5.August der, nebenstehend abgebildete, Vorschlag, das derzeit in Berlin sehr große, eher überbordende Bücherangebot u.a. dahingehend zu kanalisieren, Krankenhäuser und/oder soziale Einrichtungen mit diesem Überschuß zu bedenken.
Diese Idee finde ich gut und stelle Sie hier und in der KümmererInnen - email Liste gerne zur Diskussion.
Ein ad-hoc Netzrecherche für den Großraum Berlin hat eine lebendige Krankenhausbücherszene enthüllt. Sowohl im deutschen Klinikflagschiff, also der Charité, als auch in anderen, sehr renommierten Krankenhäusern, existieren bereits eindruckvolle Angebote.
Hier eine kleine Auswahl dieser "Entdeckungen":
- http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/bildung
- http://www.perspektive-zehlendorf.de/patientenbibliothek.php
- http://www.franziskus-berlin.de/
- Bundeswehrkrankenhaus Berlin
PS: Einrichtungen, welche über diesen Blog stolpern, und Bedarf für sich sehen, schreiben einfach einen Kommentar unter den Artikel. Da der blog moderiert ist, wird die Eingabe nicht öffentlich. danke
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Dienstag, 4. August 2015
Bücher im Überfluß - Nur: wohin damit?
Liebe BoXXerInnen,
manche Menschen verbringen ihr Leben ganz ohne Bücher, was die Mühe des Lesens und Verstehens erspart. Gesangbuch, die Bibel (beides ererbt) und vielleicht noch ein abgegriffenes Familienkochbuch - möglichst mit zahlreichen fliegenden Einlegeblättern - bilden den Bildungsstand eines Haushalts auch heute noch, so ziemlich allumfassend, ab. "Bildungsferne Schichten" wäre die treffende Zustandsbeschreibung für eine solche Misere - betrachtet durch die Brille der Soziologie. - Übrigens: Diese Mitmenschen leben auch, nur eben - anders! Und wundern sich dabei dann allerdings oft, dass andere auf der gesellschaftlichen Überholspur an Ihnen vorbei ziehen.
Ihnen "könnte" ein Licht aufgehen. Das Sinnbild hierfür ist eine, besser 3 -weil eindrücklicher- Berliner Strassenlaternen, welche in atypischer Weise, am hellen Tag leuchten.
Eines der so genannten "niedrigschwelligen Leseangebote", welche sich langsam von der Bundeshauptstadt über die Republik und darüber hinaus viral verbreiten, ist die sogenannte "Berliner BücherBoXX". Hier kann man ausgewählte Exemplare weggeben und einstellen. - Diese dürfen dann, ohne jede Umstände, von jederfrau und jedermann mitgenommen und auch gelesen(!) werden. Mancherorts ist die BücherBoXX auch Teil des bookcrossing Systems gworden, was für zusätzliches Interesse und Bekanntheit sorgt.
Das Experiment in Berlin läuft nun schon über 4 Jahre - und das mit deutlichem Erfolg. Und der ist bereits so groß, dass das BücherboXX - Projekt mittlerweile Einzug auf die website der Bundesregierung gehalten hat. - Auch die Stadt Berlin hat den ideellen Wert dieser Idee erkannt und stellt aktuell eigene "Bücherzellen" auf, da der Name BücherBoXX geschützt wurde.
Es bleibt, zumindest für Berlin, festzuhalten, dass es ein Überangebot an wanderfreudigen Büchern gibt. Die BücherBoXX ist damit durchschnittlich sehr sehr gut bestückt. Ihre Zukunft -mengentechnisch gesehen- scheint auf absehbare Zeit gesichert.
Was kann der gemeine Regalausmister also tun? Welche Optionen ergeben sich noch?
Hier eine weitere Auswahl seine Bücher loszuwerden. Wobei überhaupt keine Sorge besteht, dass die BücherBoXX zu kurz kommen wird:
http://www.lesen.net/buecher-verkaufen/
.
Weitere Anbieter sind u.a. Flip4New, buchmaxe.de, Sellorado oder regalfrei.de.
Das Experiment in Berlin läuft nun schon über 4 Jahre - und das mit deutlichem Erfolg. Und der ist bereits so groß, dass das BücherboXX - Projekt mittlerweile Einzug auf die website der Bundesregierung gehalten hat. - Auch die Stadt Berlin hat den ideellen Wert dieser Idee erkannt und stellt aktuell eigene "Bücherzellen" auf, da der Name BücherBoXX geschützt wurde.
Es bleibt, zumindest für Berlin, festzuhalten, dass es ein Überangebot an wanderfreudigen Büchern gibt. Die BücherBoXX ist damit durchschnittlich sehr sehr gut bestückt. Ihre Zukunft -mengentechnisch gesehen- scheint auf absehbare Zeit gesichert.
Was kann der gemeine Regalausmister also tun? Welche Optionen ergeben sich noch?
Hier eine weitere Auswahl seine Bücher loszuwerden. Wobei überhaupt keine Sorge besteht, dass die BücherBoXX zu kurz kommen wird:
http://www.lesen.net/buecher-verkaufen/
.
Diese können im Einzelfall durchaus auch lohnenswert sein.Wer weitere derartige Optionen kennt, ist aufgefordert, diese im Kommentar zu verbreiten. Danke schön!
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Berlin, Deutschland
voll cool - Bundesregierung.de feat. BücherBoXX
Liebe BoXXerInnen,
wow - das ist schon eine grosse Überraschung für alle KümmererInnen und Kümmerer, das persönliche, ehrenamtliche Engagement so plötzlich seit einigen Tagen erst im offiziellen Webangebot der eigenen Regierung erwähnt zu finden.
Respekt Herr Kutt! Sie haben's drauf und gehen das wirklich ganz cool an. So wird die BücherBoXX zum Gesprächsthema und beginnt Fuß zu fassen. In Berlin, in Deutschland und, ganz wichtig, im Austausch mit ganz Europa. Frankreich ist da schon ganz weit.
Hier der komplette Text zum Nachlesen. Quelle: Newsletter der Bundesregierung.
Mit gutem Beispiel voran
Bücherrecycling der besonderen Art
Die öffentliche Straßenbibliothek, genannt
BücherboXX, ist ein Projekt vom Institut für Nachhaltigkeit in Bildung,
Arbeit und Kultur in Berlin. Jugendliche in der Berufsausbildung organisieren den Aus- und Umbau alter Telefonzellen und machen diese zum Leseort.
Herr Konrad Kutt im Gespräch mit Frau Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration an einer der 17 Berliner BücherBoXXen
Foto: Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur (INBAK), Berlin
Foto: Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur (INBAK), Berlin
Die Idee dazu hatte das Institut für Nachhaltigkeit in Bildung,
Arbeit und Kultur 2010 in Berlin. Jugendliche in der Berufsausbildung
organisieren seitdem den Aus- und Umbau alter Telefonzellen und machen
diese zum Leseort. Sie setzen damit Teile ihrer Ausbildung in die Praxis
um, von der Beschaffung bis zur Aufstellung und Betreuung der
„Bücherzellen“.
Das Projekt BücherboXX wurde zweimal als offizielles Projekt der
UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“
ausgezeichnet, zweimal auch als WerkstattN-Projekt des Rates für
Nachhaltige Entwicklung. Hinzu kamen weitere Preise und
Wettbewerbsauszeichnungen.
Im Gespräch erläutert Konrad Kutt vom Institut für Nachhaltigkeit in
Bildung, Arbeit und Kultur in Berlin, was genau dahinter steckt:
Herr Kutt, Sie haben das Projekt maßgeblich entwickelt, welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht und wie geht es weiter?
Die insgesamt jetzt 16 BücherboXXen in den verschiedenen Stadtteilen
von Berlin werden sehr gut angenommen. Dort, wo sie steht, ob in Schulen
oder auf Straßen und Plätzen, weckt die BücherboXX Neugier und die
Bereitschaft, sich von einem gefundenen Zufalls-Buch überraschen zu
lassen. Gleichzeitig trennt man sich auch gerne von einem guten Buch und
stellt es in die BücherboXX, weil es neue Leser findet. Die am Aus- und
Umbau beteiligten Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe sehen darin
eine echte Herausforderung. Außerdem führt es für alle Beteiligten zu
mehr Verständnis für den mitunter schwer zugänglichen Lebensstil der
„nachhaltigen Entwicklung“.
Zurzeit setzen wir bei der Weiterentwicklung auf eine verstärkte
Kooperation mit Frankreich, auf eine stärkere Einbindung von
Ausbildungsbetrieben und allgemeinbildenden Schulen sowie insgesamt auf
eine Förderung des Lesens.
Das Tauschen und Teilen nimmt immer mehr zu. Gehört die BücherboXX zu diesem Trend?
Wir setzen darauf, dass sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärker entwickelt. Mehr und mehr kommt dabei eine neue Ökonomie des Teilens zum Vorschein, bei der es um (Mehrfach-)Nutzen statt Haben geht, um Langlebigkeit, Zukunftsfähigkeit und Ressourceneffizienz. Diese Ökonomie zeigt die Grenzen eines unreflektierten Wachstums auf, zumal wenn dieses durch den Einbau von Kaputtmachern, Werbung und Suchtmitteln manipuliert wird. Aufklärerisch wirken kann allein ein Wachstum des Lesens, ein Wachstum des Wissens um die Dinge.
Wir setzen darauf, dass sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärker entwickelt. Mehr und mehr kommt dabei eine neue Ökonomie des Teilens zum Vorschein, bei der es um (Mehrfach-)Nutzen statt Haben geht, um Langlebigkeit, Zukunftsfähigkeit und Ressourceneffizienz. Diese Ökonomie zeigt die Grenzen eines unreflektierten Wachstums auf, zumal wenn dieses durch den Einbau von Kaputtmachern, Werbung und Suchtmitteln manipuliert wird. Aufklärerisch wirken kann allein ein Wachstum des Lesens, ein Wachstum des Wissens um die Dinge.
Die Straßenbibliothek lebt vom zivilgesellschaftlichen Engagement der
Anwohner. Ist die Bereitschaft dafür vorhanden?
Wir machen auch in dieser Hinsicht gute Erfahrungen. Die Straßenbibliothek ermöglicht einen kostenlosen Zugang zu Büchern für alle und wird damit zu einem Gemeingut. Viele Bürger sind bereit, sich dafür zu engagieren, es zu pflegen und zu erhalten.
Anwohner. Ist die Bereitschaft dafür vorhanden?
Wir machen auch in dieser Hinsicht gute Erfahrungen. Die Straßenbibliothek ermöglicht einen kostenlosen Zugang zu Büchern für alle und wird damit zu einem Gemeingut. Viele Bürger sind bereit, sich dafür zu engagieren, es zu pflegen und zu erhalten.
Thematisch sind die Buchinhalte weit gefächert. Was wird in den BücherboXXen am meisten nachgefragt?
Das richtet sich ganz nach den Interessen der nutzenden Leser und was hereinkommt und wieder herausgeht. Alles ist dabei: vom Kochbuch bis zu Belletristik, vom Reisebuch bis zum Krimi, vom Jugendbuch bis zur Biographie berühmter Personen. Dort, wo viele Kinder wohnen, werden natürlich Kinder- und Jugendbücher gelesen.
Das richtet sich ganz nach den Interessen der nutzenden Leser und was hereinkommt und wieder herausgeht. Alles ist dabei: vom Kochbuch bis zu Belletristik, vom Reisebuch bis zum Krimi, vom Jugendbuch bis zur Biographie berühmter Personen. Dort, wo viele Kinder wohnen, werden natürlich Kinder- und Jugendbücher gelesen.
Rund um die BücherboXX haben sich inzwischen auch Gespräche und Diskussionen etabliert. Worüber sprechen die Menschen?
An einigen BücherboXXen gibt es Betreuergruppen, die sich regelmäßig
treffen. Rund um die Box ergeben sich spontane Gespräche. Vor allem aber
werden Lesungen und Diskussionen vielfältiger Art organisiert. In
Schulen werden rund um die BücherboXX Literaturtage organisiert. An der
BücherboXX am Berliner Mahnmal „Gleis 17“ haben wir inzwischen mehr als
zehn Lesungen zu den Themen Jüdisches Leben, Nationalsozialismus,
Rassismus, Euthanasie usw. mit großer Resonanz durchgeführt.
Das BücherboXX-Motto „Bring ein Buch – nimm ein Buch – lies
ein Buch“ zeigt, dass letztlich zum Lesen motiviert werden soll. Kann
man damit im digitalen Zeitalter überhaupt noch punkten?
Wir geben da nicht auf. Lesen ist ein Königsweg zur Identitätsfindung. Artur Schopenhauer hat gesagt: „Lesen ist Denken mit fremden Gehirnen“, um das eigene Gehirn zu entdecken und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden. Die digitalen Medien mit den sozialen Netzen einschließlich Fernsehen betreiben häufig Diebstahl von Zeit, die dem Lesen verlorengeht. Das E-Book hingegen betrachten wir eher als eine Ergänzung, nicht als Ersetzung des Buches, dessen haptisches Umblättern viele nicht missen möchten.
Wir geben da nicht auf. Lesen ist ein Königsweg zur Identitätsfindung. Artur Schopenhauer hat gesagt: „Lesen ist Denken mit fremden Gehirnen“, um das eigene Gehirn zu entdecken und seinen Möglichkeiten gerecht zu werden. Die digitalen Medien mit den sozialen Netzen einschließlich Fernsehen betreiben häufig Diebstahl von Zeit, die dem Lesen verlorengeht. Das E-Book hingegen betrachten wir eher als eine Ergänzung, nicht als Ersetzung des Buches, dessen haptisches Umblättern viele nicht missen möchten.
Welche Erfahrungen gibt es in der Zusammenarbeit mit Frankreich und haben die Franzosen auch schon die BücherboXX entdeckt?
Seit dem 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages im Jahre 2013 gibt es einen regen Austausch mit Frankreich in Sachen BücherboXX. Wechselseitig und kooperativ werden deutsche und französische Telefonkabinen ausgebaut. Nur hat man noch nicht den Mut, die BibliboXX, wie man in Frankreich die BücherboXX nennt, zur allgemeinen Nutzung auf die Straße zu stellen. Gerade erst im Mai 2015 wurde eine exklusive Konstruktion auf dem Gelände von INSEP, dem nationalen Sportinstitut für Frankreich, eingeweiht. Eine ehemals französische Telefonkabine steht vor dem Centre Français de Berlin.
Seit dem 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages im Jahre 2013 gibt es einen regen Austausch mit Frankreich in Sachen BücherboXX. Wechselseitig und kooperativ werden deutsche und französische Telefonkabinen ausgebaut. Nur hat man noch nicht den Mut, die BibliboXX, wie man in Frankreich die BücherboXX nennt, zur allgemeinen Nutzung auf die Straße zu stellen. Gerade erst im Mai 2015 wurde eine exklusive Konstruktion auf dem Gelände von INSEP, dem nationalen Sportinstitut für Frankreich, eingeweiht. Eine ehemals französische Telefonkabine steht vor dem Centre Français de Berlin.
Donnerstag, 2. Juli 2015
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Berlin, Deutschland
Sonntag, 19. Juli 2015
Sommerfest 2015 beim Initiator der BücherBoXXen, Herrn Konrad Kutt, in Berlin
Liebe BoXerInnen,
Chanhong Jung (Piano, Südkorea)
Da eh niemand alle hier ausgebrachten Links verfolgt, hier die markantesten Informationen:
Gegen Ende der Veranstaltung wurde das Publikum Zeuge einer "Welturaufführung".
Zu Gedichttexten von Ludwig G'schrey versammelte sich der "verbliebene Rest" im Wohnzimmer um das Klavier. Die Texte wurden von den beiden ausgebildeten Schauspielerinnen Christine Schnell-Neu und Annette Pausch, in lebhafter Weise interpretiert und, in einer äusserst berührenden Weise, mit Klavierimprovisationen, behände und atmosphärisch zum Text treffsicher auf den Punkt gebracht, von Eva-Catrin Reinhardt eindruckvoll begleitet.
Im Text erwähnte Links (summarische Übersicht):
- Alexandra Gotthardt und Helus Hercygier, Berlin
- Chanhong Jung, Südkorea, Piano
- BücherBoXX
- Katharina Ehrlicher
- Jeffrey Paparoa Holman, Neuseeland
- Eva - Cathrin Reinhardt, Berlin
- Albrecht Gehse, Maler, Berlin
es war ein tolles Sommerfest, zu welchem der Initiator der Berliner BücherBoXXen seine FreundInnen, BekanntInnen ( :) ) sowie KümmererInnen (oh, deutsche Sprache in Verbindung mit 'gendern'), der BoXXen zu sich in den Grunewald eingeladen hatte. Wie dort noch einmal richtiger Weise erwähnt wurde, hängt der dauerhafte Erfolg des Projekts eben vom Einsatz jedes Kümmerers bzw. Kümmererin ab.
Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden hier, ausserhalb der Programmpunkte, keine Personenbilder eingestellt. Und das - eigens für den Nachnittag erstellte Programm (siehe Bild links) war sehr ausgesucht.
Zunächst konnte man erfahren, dass das BücherBoXX - Projekt weiter wächst und der Bestand in Berlin mittlerweile auf 16 - 17 BoXXen angewachsen ist. Auch in Frankreich gibt es bereits mehr als 25 BoXXen jener Sorte, so wurde uns berichtet. Gleichwohl BlogleserInnen bereits wissen, dass es in Frankreich oft diese vogelhäuschenartigen, kleineren Varianten gibt. Dank nimmermüder Aktivitäten verbreitet sich also die BücherBoXX - Idee auch dort ganz dolle.
Neben Speis und Trank, zu dem die Gäste und Gästinnen (bleiben wir beim konsequenten 'gendern', um den Unfung deutlich zu machen, der in solchem Formalismus steckt) durch mitgebrachte leckere Salate und andere Leckereien und das in vielfältigen Geschmacksrichtungen beitrugen, war das aufgestellte kulturelle Programm sehr bemerkenswert.
Chanhong Jung aus Südkorea beeindruckte mit einer gelungenen Darbietung am Klavier. Im Konzertsaal wird das noch wesentlich eindrucksvoller sein. - Mehr über Ihn findet man beim One Month Festival, auf das hier hingewiesen werden soll. Man wird künftig sicher noch viel von ihm hören.
Chanhong Jung (Piano, Südkorea)
Pianist Chanhong Jung is a prizewinner of numerous competitions. He
gathered grand prize at The Korea Music Competition, first prizes at
Yeon-Am Music Competition, Haneum Philharmonic Competition, Seoul
Piastra Competition (in Duo) and second prize at Korea Brahms
Association Competition. In addition, he performed at Russia Khabarovsk
Piastra, etc. In Berlin, he recently played at INBAK Berlin Salon Abend,
Midsummer Festival, and Berliner Schloss Baustelle Concert. After
graduating with honors from Dankook University, Chanhong Jung is
currently pursuing the Master’s degree at Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin with Susanne Grützmann.(Quelle: http://onemonthfestival.com )
Helus Hercygier gab, vor dem versammelten Freundeskreis, Georg Kreislers, das nachstehend ergänzend eingeblendete, "Tauben vergiften" zum Besten, bestens begleitet von Alexandra Gotthardt am Klavier. - Einfach anhören und schmunzeln...
Da eh niemand alle hier ausgebrachten Links verfolgt, hier die markantesten Informationen:
Helus Hercygier, geb. 1951 in Berlin Wilmersdorf.
Er lernte Klavier und stieg später auf Gitarre um. Er war viele Jahre beim "Berliner Brettl" im Bereich Kleinkunst und Kabarett aktiv. 1970 gehörte er zu den Mitbegründern des legendären "linken Volkstheaters“ TIK (Theater in Kreuzberg), das der Berliner Theaterszene mit seinem engagierten Programm wesentliche Impulse gab. Neben der Theaterarbeit widmete sich Helus Hercygier mehr und mehr jiddischen Liedern, wobei er auf Liedtraditionen von zu Hause zurückgreifen konnte. Sein Programm mit jiddischen Liedern und Geschichten, bzw. Satiren stellt gleichzeitig eine Verarbeitung der jüdischen Geschichte dar. Neben jiddischen Liedern bildet das Kabarett und da vor allem Lieder von Kurt Tucholsky einen Schwerpunkt seines Programms.
Er lernte Klavier und stieg später auf Gitarre um. Er war viele Jahre beim "Berliner Brettl" im Bereich Kleinkunst und Kabarett aktiv. 1970 gehörte er zu den Mitbegründern des legendären "linken Volkstheaters“ TIK (Theater in Kreuzberg), das der Berliner Theaterszene mit seinem engagierten Programm wesentliche Impulse gab. Neben der Theaterarbeit widmete sich Helus Hercygier mehr und mehr jiddischen Liedern, wobei er auf Liedtraditionen von zu Hause zurückgreifen konnte. Sein Programm mit jiddischen Liedern und Geschichten, bzw. Satiren stellt gleichzeitig eine Verarbeitung der jüdischen Geschichte dar. Neben jiddischen Liedern bildet das Kabarett und da vor allem Lieder von Kurt Tucholsky einen Schwerpunkt seines Programms.
Alexandra Gotthardt, geb. 19xx in Bad Homburg.
1984 Organistin in der heimischen Kirche. 1986 bis zum Abitur 1988, Klavierstudium am Konservatorium in Frankfurt/Main. 1988 bis 1990 Studium der Musikwissenschaft und Klavier in Freiburg/Breisgau. Meisterkurse für Klavier zu vier Händen. Seit 1991 in Berlin und Mutter von 3 Kindern. Seit 2000 Zusammenarbeit mit Helus Hercygier. Tucholsky / Eisler, Jiddische Lieder und ein Swing-Programm..
1984 Organistin in der heimischen Kirche. 1986 bis zum Abitur 1988, Klavierstudium am Konservatorium in Frankfurt/Main. 1988 bis 1990 Studium der Musikwissenschaft und Klavier in Freiburg/Breisgau. Meisterkurse für Klavier zu vier Händen. Seit 1991 in Berlin und Mutter von 3 Kindern. Seit 2000 Zusammenarbeit mit Helus Hercygier. Tucholsky / Eisler, Jiddische Lieder und ein Swing-Programm..
Die weiteste Anreise hatte, aus Neuseeland kommend, Jeffrey Paparoa. Er begrüßte die Gäste und Gästinnen in Maori, der Sprache der dortigen Aborigines (Ureinwohner). Nachfolgend ein klanglicher Eindruck:
Jeffrey Paparoa Holman was born in London in 1947 and
immigrated to New Zealand in 1950, living out his early years mostly on
the South Island's West Coast. His colourful career path has taken him
to sawmills, shearing gangs, social work, bookselling and, since 1997,
study at the University of Canterbury, where he graduated with a PhD in
Maori Studies in 2007. He is currently a Senior Adjunct Fellow in the
School of Humanities at Canterbury.
Holman is an award-winning and widely published poet; the most recent of his seven volumes is Shaken Down 6.3, poems of the post-2010 Christchurch earthquakes (Canterbury University Press, 2012). His critically acclaimed history, Best of Both Worlds: The Story of Elsdon Best and Tutakangahau (Penguin, 2010), was shortlisted for the Ernest Scott Prize. His poetry, articles and reviews have variously appeared in the New Zealand Listener, Landfall, the Christchurch Press and other periodicals.
Holman
was the 2011 Writer-in-Residence at the University of Waikato; in
autumn 2012, he was the New Zealand representative at the University of
Iowa's International Writing Program.
He lives in Christchurch, New Zealand.
Während des Sommerfestes waren ausgewählte Werke von Albrecht Gehse zu sehen. Wir erfuhren zahlreiche Hintergründe dieses bekannten Vertreters des "expressiven, visionären Realismus". Wikipedia klärt uns weiter auf wie folgt: Gehse stammt aus einer künstlerischen Familie; sein Großvater ist der Maler Ludwig G’schrey, sein Urgroßvater der Maler Hans Haustein und sein Onkel der Maler Paran G’schrey. Seit 1981 schuf er freischaffend Arbeiten in Leipzig. Von 1984 bis 1986 hielt er sich in Moskau und Sofia auf, wo er arbeitete und auch ausstellte. Von 1987 bis 1990 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Bernhard Heisig und Harry Blume.
Gehse gehört zur Leipziger Schule vor 1990. Seit 1991 lebt er in Berlin-Charlottenburg, sein Atelier hat er auf der Insel Eiswerder. 2001 erhielt er den Auftrag von der Interessensgemeinschaft Friedrichstraße zwei Buddy Bären zu gestalten, die 18 Monate auf dem Mittelstreifen Unter den Linden präsent waren. Danach gingen diese Bären auf Reisen, unter anderem nach Polen und Tschechien.
Seit 2003 wird sein Porträt Helmut Kohls in der „Ahnengalerie“ im Bundeskanzleramt gezeigt.
Gehse gehört zur Leipziger Schule vor 1990. Seit 1991 lebt er in Berlin-Charlottenburg, sein Atelier hat er auf der Insel Eiswerder. 2001 erhielt er den Auftrag von der Interessensgemeinschaft Friedrichstraße zwei Buddy Bären zu gestalten, die 18 Monate auf dem Mittelstreifen Unter den Linden präsent waren. Danach gingen diese Bären auf Reisen, unter anderem nach Polen und Tschechien.
Seit 2003 wird sein Porträt Helmut Kohls in der „Ahnengalerie“ im Bundeskanzleramt gezeigt.
Gegen Ende der Veranstaltung wurde das Publikum Zeuge einer "Welturaufführung".Zu Gedichttexten von Ludwig G'schrey versammelte sich der "verbliebene Rest" im Wohnzimmer um das Klavier. Die Texte wurden von den beiden ausgebildeten Schauspielerinnen Christine Schnell-Neu und Annette Pausch, in lebhafter Weise interpretiert und, in einer äusserst berührenden Weise, mit Klavierimprovisationen, behände und atmosphärisch zum Text treffsicher auf den Punkt gebracht, von Eva-Catrin Reinhardt eindruckvoll begleitet.
Eva-Catrin ist Architektin sowie selbst und ständige Unternehmerin im Photovoltaik-Bereich www.rds-solar.de. Die Kombination von Musik und PV ist dabei bemerkenswert und sicher auch eine Novität. Sie ist seit Ende letzten Jahres zudem dabei, eine alte Berliner Tradition, nämlich die der "Salonière", am Rüdesheimer Platz wieder zu beleben. Wer sich für diesen neuen Ansatz interessiert, wird hier fündig: http://www.meetup.com/de/Berlin-Salon-am-Rudesheimer-Platz.
Abschliessend:
Ganz herzlichen Dank, lieber Herr Kutt für die Vorbereitung und Durchführung. Es war ein großartiges Erlebnis und führte uns "Willkommenen Gästen" in konzentrierter Form einen kleinen Ausschnitt aus der aktiven kulturellen Szene der Hauptstadt vor Augen und öffnete, insbesondere für den Interessierten/die Interessierte, Einblicke in Zusammenhänge und verband -in gelungener Weise- die Vergangenheit mit der Gegenwart.
Ganz herzlichen Dank, lieber Herr Kutt für die Vorbereitung und Durchführung. Es war ein großartiges Erlebnis und führte uns "Willkommenen Gästen" in konzentrierter Form einen kleinen Ausschnitt aus der aktiven kulturellen Szene der Hauptstadt vor Augen und öffnete, insbesondere für den Interessierten/die Interessierte, Einblicke in Zusammenhänge und verband -in gelungener Weise- die Vergangenheit mit der Gegenwart.
Im Text erwähnte Links (summarische Übersicht):
- Alexandra Gotthardt und Helus Hercygier, Berlin
- Chanhong Jung, Südkorea, Piano
- BücherBoXX
- Katharina Ehrlicher
- Jeffrey Paparoa Holman, Neuseeland
- Eva - Cathrin Reinhardt, Berlin
- Albrecht Gehse, Maler, Berlin
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Berlin, Deutschland
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