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Donnerstag, 6. August 2015

Missverständnis/Unterschied: BücherBoXX ist nicht die Schenkbox!


Liebe/r Unbekannte/r,

diesen Zettel hast Du in den letzten Stunden in der BücherBoXX hinterlegt.

Leider ist das offenbar ein Missverständnis, denn die BücherBoXX ist KEINE Givebox.

Insofern sind alle anderen Gegenstände als Bücher hier wirklich nicht willkommen.

Doch es gibt für Dich/Sie hier eine einfache Lösung:
Nur etwa 50 Meter rechts davon, vor dem roten Klinkerbau der "Hochschule der Künste" steht sie seit geraumer Zeit wieder, die Schenkbox, sie ist eine echte Givebox für Sachen und Dinge, welche Du nicht mehr, andere aber -vielleicht- benötigen.
Dort kannst Du Deine "paar Sachen" gerne unterbringen.

Hoffentlich ist das Missverständnis nun ausgeräumt. Wir bringen anschliessend noch 2 Bilder, um die Unterschiede auch optisch sichtbar aufzuzeigen.

Alles Gute und vielen Dank für die Mühe die Du/Sie sich dennoch gemacht hast/haben.





Hier die Schenkbox:

und hier die BücherBoXX
 

klar voneinander zu unterscheiden!


Sonntag, 5. Juli 2015

Mierendorffplatz: Impressionen von der Wiedereröffnung der Schenkbox

Wie die Katze um den heissen Brei.....

Nach einer mehrmonatigen Durststrecke wurde die Schenkbox am Mierendorffplatz kürzlich wieder eröffnet. Dies geschah im Rahmen eines lokalen Trödelmarkts.

Nach Ihrer gewaltsamen Totalzerstörung (mittels Buttersäure und einer Axt!) durch Großstadt-Psychos wurde die Schenkbox, gegenüber der "Universität der Künste Berlin" am Rand eines Fahrradabstellplatzes wieder neu errichtet.

Sie heisst hier jetzt "Geschenkbox" und das neue Outfit wurde künstlerisch lebhaft und ansprechend gestaltet. 

Es enthält die beiden Aufforderungen:



"Nimm was mit"







sowie
 







"Leg was rein"






Naturgemäß war die Box zu Ihrer Neueröffnung noch relativ leer. Doch dieser Aggregatzustand veränderte sich für den Aussenbetrachter rapide. Es ist bekannt, dass sich die Anfragen nach dem Verbleib der Box, zB im Büro der Dorfwerkstadt e.V., in den vergangenen Wochen extrem gesteigert hatten. 
Dies sprach doch für ein ganz erhebliches Verlustsyndrom, man möchte es beinahe schon als "posttraumatische Belastungsstörung" bezeichnen. Viele, sehr viele Menschen gar, waren so sehr an die Box gewöhnt und nun war sie plötzlich weg.
Bei diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern handelte es sich allerdings nicht zwingend um jene regulären Wochenmarktbesucher, die sich nicht zwischen frisch gefangener Dorade oder Lachs entscheiden können. Denn: Die Klientel der Box ist eine völlig andere.






Kaum war sie aufgestellt, füllte sie sich rapide, beinahe so wie ein Regenauffangbecken nach einem plötzlichen Sturzregen sich füllt. Es war schon wirklich faszinierend dies zu beobachten.

Und dann kamen Sie, die "Abholer" - in meist vorgerücktem Alter. Sie erschienen wie aus dem "off". Von allen Seiten. Unvermittelt. Sie pirschten sich nachgeradezu heran. Blieben in der Ferne kurz stehen. Beäugten und sicherten die Umgebung, arbeiteten sich langsam, aber zielsicher heran, wie die "Katze um den heissen Brei" schleicht.

Mit Ihrem Rentner - Mercedes in der einen und der Unterarmgehstütze in der anderen Hand. Mit Ihren oftmals schwerfällig wackelnden Coxarthrose und TEP - Hüften vollführten sie quasi eine ehrfurchtsvolle Prozession, einmal um die Box herum. Nichts entging ihren prüfenden Blicken.

Auch wenn das Gehen schon sehr schwer fiel. Nahezu kein Gegenstand, der nicht "begutachtet" und in die Hand genommen wurde. Manches wurde gewogen und für zu leicht befunden. Ab zurück. "Unbrauchbar" murmelte eine geschätzt 85 jährige Berliner Oma.

Die andere öffnete den breiten Kofferraum Ihres Rentner - Mercedes und verstaute die soben frisch und ordentlich eingehängte Kleiderware in ihrem Einkaufs-Trolley, um sich sodann, möglichst rasch und mit leicht triumphierendem Gesichtsausdruck, von hinnen nach dannen zu machen.


Wildfremde Menschen ordneten die Blusen und T-shirts auf den Kleiderbügeln "ordentlich" und hingen sie auf. Bemerkenswert - uneigennützig. Respekt.

Diese "Beobachtermission" eines Aussenstehenden, der in der Summe doch eher jener Geberfraktion zurechenbar ist, brachte diesen zu großer Nachdenklichkeit hinsichtlich der sozialen Schichtung im Kiez.

Nicht die lebendigen Fahrradfahrer und rempelnden Smartphone lesenden Fussgänger bilden, wie man meinen könnte, die Majorität. Nein, daneben gibt es eben eine mindestens ebenso große Fraktion all jener, die aufgrund Ihres Trolleys und Ihrer Unterarmgehstütze gar keine Hand mehr für ein Smartphone frei hätten. Mal davon abgesehen, dass die sich selbiges auch kaum leisten könnten.








Und so sah der Füllungszustand der Box bereits nach wenigen Stunden aus.....

Sonntag, 21. Juni 2015

Nach dem Buttersäureanschlag. - Die Schenkbox am Mierendorffplatz ist wieder da!

Liebe BoXXfreundInnen,

wir leben in Zeiten des globalen Terrors. Diese Einstellung färbt leider bisweilen ab, auch auf die lokale Ebene. Doch dessen sind sich die Betroffenen sicher kaum bewusst. Sie finden das cool und überlegen wie Terror in Berlin - Charlottenburg als Insel-Terror ausgestaltet werden kann. Und: der Mensch hat viel Fantasie, in alle Richtungen.

Jene, bereits halbidentifizierten Schenkbox - Terroristen also, sie müssen grundlegende Ahnung von Chemie und chemischen Reaktionen haben. Dies lässt schon mal Rückschlüsse auf eine rudi-mental oder rudi-mentär vorhandene "höhere" Schulbildung zu. Was nicht zwingend zur Folge hat, dass selbiger Hauptbandit der Truppe auch wirklich Rudi heisst.
Man besorgte sich also ein wenig "Buttersäure". Ich wüsste gar nicht, wo man die her bekommt. Im Zweifel und auf die Schnelle sicher bei e-Bay. Alternativ auch "home brewed": Wir hatten das mal im Chemie-Leistungskurs. Waren das nicht irgendwelche sog. Frucht-Ester Verbindungen? Beinahe richtig. Aus Buttersäure kann man u.a. Ananasaroma herstellen. Also auch hier: Genie und Wahnsinn liegen eng beisammen. - Lange her. Und der Terroranschlagsplan nahm konkrete Formen an. Erst im Kopf, dann in der realen Welt. - Man schritt zur Tat und attackierte diese unschuldige, exponiert dastehende Schenkbox, jenes lokale Großvergnügen zahlreicher Hartz IV Menschenempfänger- Innen, mit selbiger, durch intensives Hinterlassen von Durftmarken. 

Nun hat diese chemische Verbindung aus der Gattung der Organik, insbesondere für den menschlichen Geruchssinn, leider allerlei unangenehme Begleiteffekte. Doch das sollte den Charlottenburger Terrorboys noch nicht genügen. Eine Steigerung musste her. Die Zerstörung sollte unumkehrbar sein - irreversibel. Das kommt bei denen dann wirklich von "irre", denn das sind sie zweifellos. - So groß war offenbar deren Wut auf die Schenkbox? Ist das nicht grotesk? Die Feierabend - Terroristen und Großstadt-Psychos hatten wahrscheinlich in der Vergangenheit zu oft jene Eurovisionssendung inhaliert, mit eben jener jugendlichen TV - Ulknudel, welche stets und immer dieses penetrante "verdammte Axt" in alle ihr hingestreckten  Mikrofone und Cams blökte. Das hielten unsere lieben, terroristischen Mitbürger denn offenbar dann gleich für ein prima Stichwort und nahmen es für bare Münze. Also, her damit, also her mit der Axt. Und dann: draufhauen. Draufhauen. Dreinschlagen. Und dann abhauen. Feiges Pack! Wurdet Ihr evtl. sogar beobachtet? Hütet Euch! Der Einzugsradius der Verdächtigen begrenzt sich mittler Weile auf die Insel. Besser Ihr stellt Euch frühzeitig selbst. Das wird dann zu Hafterleichterungen durch den Amtsrichter führen.

Wobei es bei logischer Betrachtung auch eher wahrscheinlich scheint, dass der Säureanschlag erst der  mechanischen Zerhackarbeit nachfolgte. Sonst hätten ja die polizeilichen Mantrailerhunde locker die Fährte ins heimische Chemielabor aufnehmen können. Stinkende Terroristen sind leicht auszumachen. Auch in Hausfluren. Denn: diese Spuren vergehen nicht so leicht. Besonders nicht die chemischen. Seid also auf der Hut, Terrorvolk! Auch Bin Laden hats dann irgendwann doch noch erwischt. Und die Schleierfahndung läuft weiter. Kommt Zeit, kommt eben Terroristenfang.

Wir erinnern uns: Auch in New York wurden die Manhattan Towers wiedererrichtet, höher und schöner denn je zuvor. Die zivilisierte Welt lässt sich eben nicht und niemals unterkriegen. Am wenigsten durch rohe Gewalt. Auch nicht in Berlin-Charlottenburg.

So ist es auch, nach einer Durststrecke von etwa einem halben Jahr, mit der Schenkbox am Mierendorffplatz geschehen. Sie wurde, dank der extrem grossen Nachfrage und dem Bemühen zahlreicher lokaler Aktivisten kopiert und steht, schöner und eindrucksvoller denn je, erneut an ihrem angestammten Platz und erfüllt dort eine sehr nachgefragte, öffentliche Funktion -  derweil die Jagd auf die Attentäter im Untergrund unbarmherzig und völlig gnadenlos weiterläuft. Selbst mit V-Leuten wird bereits gearbeitet :)

Donnerstag, 18. Juni 2015

BücherBoXX != Schenkbox. Die Schenkbox am Mierendorffplatz, Sie kommt wieder, am 21.06.2015

Liebe BoXXerINNen,
 
der Träger GPVA, den Kiezfestbesucher schon lange kennen, hat die Schenkbox mit im Kiez lebenden Menschen und deren Betreuern vom GPVA Wohnverbund in gemeinsamer Arbeit neu erstellt und gestaltet.

Die Schenkbox wird auch in Zukunft, gemeinsam mit allen NutzerIinnen und aktiven NachbarInnen durch die Erbauer weiter betreut werden.

GPVA steht für "gemeindepsychiatrischer Verbund und Altenhilfe" (Altenhilfe da unter anderem auch eine Altenpflegeeinrichtung im Stadtteil Wilmersdorf betrieben wird). Der Träger betreibt im Mierendorff - Kiez ein Projekt, das sich um psychiatrisch erkrankte Bewohner und Bewohnerinnen mit sozialpädagogischer Betreuung kümmert. Diese Menschen möchten, trotz ihrer gesundheitsbedingten Schwierigkeiten, als Teil dieses Kiezes anerkannt und willkommen sein - und zeigen dies unter anderem durch die regelmäßige Teilnahme am Kiezfest, wo sie mit Leckereien und Kaffee, sowie vielseitigen Produkten aus dem Arbeitsprojekt in der Kaiser-Friedrich-Straße vertreten sind.

Viele, wirklich sehr viele, Nachfragen nach dem Verbleib der Schenkbox bezeugen, dass diese ein wirklich großes Bedürfnis der InsulanerInnen darstellt. Robin, 'Urvater' der Insel-Schenkbox hat seinerzeit aus  eigenen Bedürfnis heraus den Nagel auf den Kopf getroffen - nochmal herzlichen Dank, Robin, für Deinen jahrelangen Einsatz an dieser Stelle!

Wir freuen uns, dass die Idee weiter geführt wird und laden die Nachbarn herzlich ein, die neue Schenkbox und ihre Erbauer willkommen zu heißen und durch aktives Mithelfen zu unterstützen!

(Quelle: Newsletter, DorfWerkstadt.de)