Sonntag, 14. Juni 2015

Heute aus der BücherBoXX entnommen - Egon Bahr: Zu meiner Zeit

Egon Bahr:

Zu meiner Zeit  

Gebundene Ausgabe – 1996

Liebe BoXXerInnen,

ab und zu lohnt es sich wirklich, dort vorbei zu gehen.

Bester Zustand!

Das Literatur - Paradoxon: Die Rezension vor der Rezension

Liebe BoXXerInnen,

nein, so geht das allemal nicht. Da wird für einen "niedrigschwelligen Eintritt" für das Lesen geworben und in diesem Zusammenhang werden BücherBoXXen aufgestellt und für heute ab 15:00 eine Lesung beworben.

Titel der Einladung:
“Manchmal dauert ein Weg ein Leben lang”
Vom Gulag nach Berlin


Die Autorin Lena Kelm stellt das Buch vor, das sie ihren Eltern gewidmet hat, um deren schwierige Lebenswege und ihre eigenen Erinnerungen miteinander zu verknüpfen.

Moderatorin:  Irene Aselmeier


Gut. Ich wollte mir das an-sehen  und an-hören. Ich "erdreistete" mich, bedauerlicher Weise, genau 5 Minuten vor 15.00 Uhr durch die geöffnete Tür des Bezirksamts Charlottenburg-Nord Entrée zu suchen und zu finden - und:  wurde schroff abgewiesen: "Es ist noch nicht geöffnet!" - Für einen Bruchteil  einer Sekunde prüfte ich mich ernsthaft, ob ich genealogisch gar unmittelbar von Jesus abstammte, denn auch der konnte über`s Wasser laufen. Warum ich nicht also auch durch verschlossene Glastüren?
Doch meine "Innere Stimme" gab kurz danach Entwarnung. "Nein, Du bist nicht Jesus Nachfolger! Stell Dir nur mal folgendes vor: Wenn Du es tatsächlich wärst, dann müsstest Du jeden zweiten Abend im Fernsehen auftreten. Anne Will Dich! Jauch bekübelt Dich! Gottschalk prüft en passant Deine Bibelfestigkeit und RTL widmet Dir gar eine Sondersendung. Conchita hängt sich an Deinen Zipfel (natürlich den vom Rock) und Frank Zander komponiert Dir spontan in 2 Stunden eine Single-CD, um kräftig mit abzusahnen. Arbeitstitel: Glasklar erleben! Ohne zu beben! Eben!" - Nein, das wollte ich mir denn dann partout nicht antun und blieb beim Titel eines "Bundesdurchschnittsbürgers" haften.

Also sei brav. Gegen 15:20 Uhr dann ein zweiter Anlauf. Na so was? Ach nee. Ein Cerberus, besser, eine Cerbera, fordert mich jetzt ostentativ auf, eine frische, leere vor sich ausgebreitete gar mehrspaltige Excel - Tabelle mit meinen Daten befüllen zu wollen. Da kommt bei mir allerdings wenig Freude auf - und ein abschliessendes, klares "Njet". Das "sei so üblich", und: "ob ich denn schon mal bei uns da war?" -  Nein, war ich nicht und alle Üblichkeiten des Lebens mache sich sowieso nicht mit. Wozu also dann bitteschön Name, Vorname, Adresse, Handy, e-mail und all die anderen Datenschätze hier hinterlasssen? Und dafür dann auch gerne noch eine Spende! Ja spinnen die denn?
Um einer Lesung beizuwohnen! Mit den Ohren! Wozu also diese Datensammelei? Darauf habe ich keinen Bock. Schon mal was von "Datensparsamkeit im Umgang mit Personendaten" gehört? Wozu benötigt das Bezirksamt diese Angaben? Oder wem gebe ich diese Daten eigentlich? Zur Gewissenserforschung? Werden die an 3-Buchstaben Behörden weiter gegeben? Plant man eine "Ansprache"?

Leute, das ist weder Nachhaltig, noch irgendwie intelligent. Schwellen aufbauen, über die man steigen muss, die bewirken nur das Gegenteil dessen, was man vorgibt zu beabsichtigen. So schafft man sich eben gerade kein Publikum. - Ausser: das ist vielleicht ja auch nicht wirklich beabsichtigt und das Kaffeekränzchen bleibt auf diese Weise unter sich. Gibt's dafür gar öffentliche Mittel?

Es ist schon eine bittere Ironie, dies in Beziehung zum Thema der Veranstaltung zu setzen. Sollte es vielleicht nicht doch besser heissen: Von Berlin in den (Daten-)Gulag?

Ich jedenfalls, ich drehte mich um und verschwand wieder im Berliner Dschungel. Einen zweiten Versuch wird es nicht geben.






Freitag, 12. Juni 2015

Was ist ein Allmendegut?

Allmendegut

Unter einem Allmendegut, Quasikollektivgut oder Unreinen Öffentlichen Gut (englisch common-pool resource oder common good) versteht man in den Wirtschaftswissenschaften Güter, deren Nutzung nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand ausschließbar ist und bei deren Nutzung Rivalität zwischen den Nutzern herrscht.(Quelle: Wikipedia.de)

Donnerstag, 11. Juni 2015

"Ich lese gern!" oder: Großstadtindianer, unterwegs in einer BücherBoXX - Weiterhin gilt: KEIN HANDEL! KEIN VERKAUF!


Liebe BoXXerInnen,

Berlin ist bekanntlich voll von gar merkwürdigen Subjekten.

So schaufelte - man konnte es beim besten Willen wirklich nicht mehr "packen" nennen - eine etwas derangierte Gestalt mit fettigem, langem schwarzem und wirrem Haar, vor einigen Tagen etwa 1,5 Meter "Reader's Digest" in hektischer Manier in (s)einen schwarzen Rucksack, dazu befüllte der ergänzend noch eine mitgebrachte Mode-Papier-Tragetüte mit dieser wertvollen Literatur bis zum Überlauf. Doch damit noch nicht genug! Der spannendste Moment der spontanen Improvisationskunst kommt jetzt: Er faltete seinen Anorak in die Form einer Tragetasche(!) und befüllte damit den Restbestand. Es dürften sich hierbei um ca. 35 voluminöse Sammelbände (siehe Bild, links, aufgenommen "vor der Transportaktion") gehandelt haben. Ein echter Literaturliebhaber offensichtlich..... Die Boldien waren damit dann alle weg. Die Box konnte wieder "durchatmen", wenn man es positiv betrachtet.

"Ich lese gern!" war die intelligente Antwort auf den Vorhalt, ob wohl "demnächst wieder Bücherflohmarkt" anstehe????

Manche haben sich eben halt schon überfressen. Doch cave te! Gleich kommt das grosse Kotzen!

Beim Überqueren der Strasse fiel dann auch prompt ein Buch dieses modernen Literaturpackesels auf den Zebrastreifen, da er die Masse nicht bewältigen konnte. _ Hier empfiehlt sich vielleicht ein vorheriger Kurzbesuch in Indien... _ Er kickte es anschliessend -in psychotischer Manier- sehr kraftvoll auf die Gegenseite, so daß besagtem Romanbuch Flügel erwuchsen. Die Landung war unsanft.  Eben ein wahrhafter Literat, wie man anhand seines Umgangs und der gezeigten Wertschätung für Bücher doch spontan vermuten durfte.

Fazit:
Nehmt Euch ein Buch oder auch zwei mit. Nehmt Euch nur soviel Lesefutter, wie Ihr tragen bzw. auch
wirklich "fressen" könnt. Buchverkauf auf dem Flohmarkt is nich! Das wäre ein Verstoß gegen die Nutzungsregeln. Diese sind simpel und klar kommuniziert.

Gegen derartige Großstadtindianer ist allerdings (derzeit) noch kaum ein Kraut gewachsen. Allenfalls ein Stempel:  

Kein Handel! Kein Verkauf!

 auf die Buch Vor- und Rückseite.

PS: Jaja, man muss auch loslassen können, lehren uns die Psychologen. Aber nicht so, dass die Literatur in den Strassenschmutz fällt.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Klarstellung:Literatur vs Radio vs Audio vs Video

Liebe BoXXerInnen,

also, da gibt es doch wirklich Menschen, denen man den Unterschied zwischen Literatur und anderen Medien erst mal verdeutlichen muss. Die "digitale Konvergenz" hat in den Köpfen offenbar so manches völlig durcheinander gebracht.

Bücher sind Medienerzeugnisse, welche auf Papier gedruckt wurden. e-books hingegen sind nicht stofflicher Natur und können im Computer, Tablet, Phablet und sonstwo gelesen werden. Für Bücher benötigt man somit Hirn, Hand und Verstand und keine elektronischen Geräte.

Videos hingegen sind nur mit entsprechender Technik sichtbar zu machen. Videos in einer BücherBoXX sind daher dort unwillkommen.

Nicht jede/r hatte das bisher kapiert.